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Cine Latino 2005
Filmentdeckungen aus Lateinamerika
vom 21. April - 1. Mai

NietosHabana, HavanaEl Abrazo PartidoMachucaNicotinaToca Para MiLa Nina SantaGarage OlimpoFamilia Rodante

Zwischen dem 21. April und 1. Mai findet zum fünften mal im Karlstorkino das Filmfest Cine Latino statt. Die Werkschau gibt mit 18 Filmen aus und über Lateinamerika einen Einblick in das aktuelle und vielfältige Filmschaffen dieses Kontinents. Im Mittelpunkt steht dabei das junge Autorenkino, das mit frischen und innovativen, wie auch eigenwilligen Erzählformen einen persönlichen Blick auf den heutigen Alltag in Lateinamerika werfen. Viele der Filme wurden international mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, doch finden die wenigsten den Weg in die deutschen Kinos. Filme im Original mit Untertiteln, darunter zahlreiche Heidelberger Premieren, die ausschließlich während des Festivals gezeigt werden sowie anwesende Regisseure versprechen "einmalige" Kinoerlebnisse. Umrahmt wird das Festival mit einem umfangreichen Begleitprogramm.

Der große Zuschauerzuspruch der vergangenen Jahre zeigt, dass anspruchsvolle Qualitätsfilme dennoch ein breites Publikum finden können. Das Festival, das parallel auch in Tübingen, Stuttgart, Frankfurt und Freiburg stattfindet, hat sich in den letzten Jahren zum wichtigsten Forum für lateinamerikanische Filmkultur in Deutschland entwickelt. Das Publikumsinteresse stieg kontinuierlich an und erreicht mittlerweile 15.000 Zuschauern.

Der diesjährige Schwerpunkt ist Argentinien, eines der cineastisch wegweisenden Filmproduktionsländer Lateinamerikas und im Moment auch eine der kreativsten Kinematographien. Die Filme zeigen die politisch und ökonomisch harte Realität des südamerikanischen Landes, das einmal zu den reichsten der Welt zählte und setzen sich mit zahlreichen sozialen und kulturellen Themen auseinander. Das junge argentinische Kino steht für eine besondere Ästhetik: mit großer, ruhiger Beobachtungsgabe, fast dokumentarisch erzählen die Filme wie nebenbei von der Wirklichkeit und beschreiben sehr genau und verstörend die verschiedenen Alltagswelten im heutigen Argentinien.

Cine Latino zeigt Filme der wichtigsten jungen Regisseure aus Argentinien: Als Eröffnungsfilm (Fr., 22.4., 19.30 Uhr) präsentieren wir den neuen Film von Pablo Trapero „ Familia rodante “, ein absurdes Road-Movie über eine Großfamilie, das gemeinsam in einem Wohnwagen zu einer Hochzeit aufbricht Bereits mit seinem Erstlingswerk "Mundo Grua" konnte Trapero international große Erfolge feiern. Von Lucrecia Martel der zweite Film „ La niña santa “(„Das heilige Mädchen“), der in Havanna den dritten Hauptpreis gewann und den Preis für beste Regie. Auch sie wurde international bekannt durch ihren zahlreich prämierten Debütfilm "La Cienaga" ("Der Morast"). Von Lisandro Alonso „ Los muertos “ („Die Toten“) über die Suche eines aus der Haft entlassenen Mörders nach seiner Schwester. Mit diesem radikal und kompromisslosen "Naturfilm" unterstreicht Alonso seine eigenwillige und ausgereifte Handschrift. Der im Jahr 2004 auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnete Film „ Abrazo partido “ von Daniel Burman rundet unseren argentinischen Schwerpunkt ab. Speziell zu Argentinien gibt es auch

Schulveranstaltungen und in Kooperation mit Amnesty International „ Garage Olimpo " von Marco Bechis. Der 1999 entstandene Film basiert auf den persönlichen Erlebnissen des Regisseurs während der Militärdiktatur in dem berüchtigten Folterlager .

Des weiteren zeigen wir neue Produktionen aus Mexiko wie den soeben auf der Berlinale ausgezeichneten Film „ Voces inocentes “ ("Unschuldige Stimmen") von Luis Mandoki, der aus Sicht eines Jungen über den Bürgerkrieg in El Salvador der 80er Jahren erzählt sowie die schwarze Komödie „ Nicotina “ von Hugo Rodriguez. Aus Chile gibt es den viel beachteten und international prämierten Film „ Machuca “ von Andres Wood zu sehen sowie " Cachimba " von Silvio Caiozzi, der auch als Gast eingeladen ist. Als weiteren Gast erwarten wir Mercedes Moncada, die uns mit " El Inmortal " ("Der Unsterbliche") einen sozialkritischen und mit metaphorischen Bildern unterlegten Dokumentarfilm über eine Familientragödie aus Nicaragua präsentieren wird. Dank der Unterstützung durch das DAI Heidelberg ist es möglich, die in den USA lebende, mexikanische Filmemacherin Lourdes Portillo bei Cine Latino begrüßen zu können, die für ihre sozialengagierten Filme über Lateinamerika international zahlreiche internationale Preise erhielt, darunter auch eine Oscarnominierung. Im DAI wird sie mit " El diablo nunca duerme " („Der Teufel schläft nie") einen sehr persönlichen, poetisch-humorvollen Dokumentarfilm über den mysteriösem Tod ihres Onkels zeigen.

Umrahmt wird das Festival mit einem umfassenden Begleitprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Heidelberg und der Argentinischen Filmgruppe Rhein-Neckar veranstaltet wird.

Festivalleitung: Michael Doh und Volker Kull, Medienforum Heidelberg e.V.

Die Festival-Termine in den einzelnen Städten:
Tübingen: 20.04. – 27.04.2005 im Kino Museum und Kino Arsenal
Stuttgart: 21.04. – 01.05.2005 im Kommunalen Kino
Heidelberg: 21.04. – 01.05.2005 im Karlstorkino
Frankfurt: 20. – 30.04.2005 im Deutschen Filmmuseum
Freiburg: 20. – 30.04.2005 im Kommunalen Kino

Pressetext zu Cine Latino 2005, 14. März 2005

 

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